Presse

Wenn die Erde brennt


[Artikel Märkische Oderzeitung 29.Juni 2017]
 
 

Kunst als Wegzeichen


[Artikel im Journal der Märkischen Oderzeitung vom 23./24.Juli 2016]
 
 

aus: Jurybegründung Losito Kunstpreis 2012


Hagen Klennerts grafische Arbeit weist eine eigene, enigmatische Formensprache auf, die seine Themen beispielhaft ausdrückt. Die vom Künstler für seine kleinformatigen Werke gewählte
strenge Form erzielt eine Räumlichkeit, die nur in der Zeichnung möglich ist. Er verzichtet
prinzipiell auf jegliche Effekthascherei und vollzieht eine Entwicklung unabhängig vom aktuellen
Zeitgeschmack.
 
 

Blogeintrag von Guy Sparger

Hungry Knife Artist Collective
Posted on February 19, 2012

Yesterday we received this awesome mash-up from Berlin artist Hagen Klennert. He used the The Border Shakedown Action Map by Hungry Knife Artist Guy Sparger as a background for this intriguing illustration sent in conveyance of solidarity. We totally dig it… It came attached to this message, “your zine is a good work and I know what a fucking border is
-many greetings from Hagen Berlin, Germany.”
Hagen grew up in Berlin & Moscow during the Cold War. He knows what a fucking border is because he escaped across the motherfucker of all borders when he fled the GDR in 1985 (that’s Stalinist East Germany for everyone born after the 80's).
Read this wiki article if you don’t remember how completely hardcore that is: http://en.wikipedia.org/wiki/Stasi
Hagen’s work is powerful stuff; deftly direct & expressive yet thoughtfully symbolic. You can check it out here: http://www.hagenklennert.de We were immediately engrossed with the images on his website & Google did a semi-adequate job translating the German. Additionally, here’s a link to Hagen Klennert on YouTube: youtube.com/LBNO62
[www.hungryknife.com]
[www.dumpsterunion.com]
 
 

Hommage an den Wald


[Artikel zur Ausstellung -Wälder in der Kunst, Strausberg 2011]
 
 

Unter Harrys Wolke


[Artikel zur Aufführung -Offene Wunden, Bockenheimer Depot, Frankfurt/Main 2010]
 
 

Schreckensbilder der Menschzeit


[Artikel zur Aufführung -Quixote oder Die Porzellanlanze, Dresden-Hellerau 2008]
 
 

Lichtkunst begleitet Wozzek in Aachen


Aachen. "Wozzecks gibt es in jeder Stadt genug", findet der Berliner Künstler Hagen Klennert und schmunzelt. In Aachen sind sie nicht zu übersehen. Heute Abend gibt es da einmal den Wozzeck auf der Bühne, wenn Helmut Oehrings "Wozzeck kehrt zurück" Premiere feiert. Zum anderen sind da die drei großen Kästen zwischen den Säulen des Theaterportals, die mit Kinderkopf, Knochenmännern, Totenkopf und Emblem und den saturnalischen Symbolen den Wozzeck ausdrücken. Es ist eine Lichtinstallation Hagen Klennerts, die in Kombination mit dem Leuchtband die Blicke zum Theater lenken.
Schon im vergangenen Jahr wollte der gebürtige Ostberliner, der 1985 aus der DDR floh, seine enge Verbindung zu Aachen mit einer Lichtinstallation bereichern. Klennert ist seit 2000 für das Theater tätig und für das neue Logo sowie die künstlerische Note der Programmhefte und Spielzeitbücher verantwortlich. Doch damals kamen die Theatertage dazwischen.
Nun ist es soweit, passenderweise anlässlich eines Stückes seines Freundes und Weggefährten Helmut Oehring. "Ein guter Anlass", findet auch Julia Zeh von der Pressestelle des Theaters. Pläne für einen großen Lichtkasten auf dem Theaterplatz wurden verworfen und nun bereichern eben die drei beidseitig gestalteten Lichtkästen die Fassade.
Jeweils stolze 1,20 x 2,30 Meter groß hat Klennert, von dem Zeichnungen und Buchunikate auch in der Buchhandlung Backhaus zu sehen sind, bearbeitet. Derweil flimmert auf die Installation abgestimmt über das Leuchtband: "Ich dachte, du hättest hier glückliche Tage verlebt; und nun rufst du Gott sei Dank als ob hier alles ein Schrecknis gewesen wär."
Natürlich ein Wozzeck-Zitat. Das Theater steht eben ganz im Zeichen des Wozzek - nicht nur zur Premiere.

Quelle: Aachener Zeitung, 26 Juni 2004 (tka)
 
 

Von wem sind eigentlich die eigenartigen Zeichnungen aus der neuen Stadttheaterwerbung?


Das neue von der Bonner Agentur LPG gestaltete Programmheft (Buch) des Theater Aachen ist ein Glanzstück grafischer Buchkunst. Format, Typografie, Farbgestaltung, Papierstruktur und sogar der Geruch animieren dazu, es zu eingehender Begutachtung in die Hand zu nehmen.
Höchst erfreulich sind die darin befindlichen Zeichnungen, die die einzelnen Stücke und Aufführungen illustrieren. Sperrig und Eigenwillig, wenn nötig geradezu unerfreulich, sind sie durchweg spartanisch gehalten.
An der Grenze zur Abstraktion wird mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Informationen erzielt. In der Tradition zwischen Transavantgarde, Jürgen Klauke und Gary Panther stehend, lassen sie dem Betrachter größtmöglichen Interpretationsfreiraum.
Die Bilder illustrieren nicht im engeren Sinn ihr Thema, sondern tippen es, zahlreiche Konnotationen hervorrufend, gerade nur andeutungsweise an.
Für "Werbe"-grafiken ist das erstaunlich unspezifisch und ungewöhnlich weit weg vom eigentlichen "Produkt". Umso überraschender ist, dass der Urheber nicht zum akademisch schöngeistigen Umfeld gehört, sondern seine Laufbahn als Dekorationsmaler begann.

Hagen Klennert arbeitet heute als freier Maler und Grafiker. Er wurde in Erfurt geboren, wuchs in Berlin und Moskau auf. 1978 begann er eine Lehre als Maler und Lackierer. Ein kurzes Zwischenspiel an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee brach er nach kurzer Zeit ab. Von 1981 - 1984 arbeitete er als Dekorationsmaler. Nach seiner Flucht aus der DDR hielt er sich zunächst im Ruhrgebiet auf und begann 1986 in Hamburg seine freiberufliche Tätigkeit als Maler und Grafiker.
Hagen Klennert macht Ausstellungen und arbeitet als Buchillustrator. Seine Graffitis und Flyer zu freien Themen fielen dem Komponisten Helmut Oehring ins Auge. Der verschaffte ihm die ersten größeren Aufträge für die Bühne. Für Oehring, der schwerpunktmäßig die Lebenssituation von Taubstummen thematisiert, macht er Bühnenprojektionen und gestaltete ein Buch, das die Aufführung des Stückes "Sieben" begleitete.
Über Oehring kam dann auch der Kontakt zum Intendanten des Theater Aachen, Dr. Paul Estherhazy zustande, der in der Oper Bonn das Stück "Sieben" initiierte. Das Theater Aachen plant in der Spielzeit 2004 die Aufführung eines weiteren Oehring-Stücks, hoffentlich unter Beteiligung Hagen Klennerts.

Bis dahin: Augen auf! Denn auch im Stadtbild sind die großformatigen Werbetafeln Klennerts Zeichnungen mittlerweile zu sehen. Gerade hier wird ihre Qualität als private Mythologie archaischer Zeichen und Legenden deutlich, die aus dem Gezeter der übrigen (auch der Kultur-Werbung) herausragt.

Quelle: G.Baksay in Movie / Kulturzone Aachen 11/2000
 
 

Darger & Co., Galerie Weißer Elefant


Jungfrauen mit Micropimmeln: Henry Darger (1892-1973) lebte offenbar zurückgezogen in anatomischer Unkenntnis und hinterließ nicht nur eine 1200-Seiten-Saga über den apokalyp-tischen Kampf von Jungfrauen.
Reiche Bilderzyklen, die er gleichermaßen als Collage und aquarellierte Zeichnung gestaltete. Bizarre Mischung von Comicstrip und Märchen-Bilderbuch. Die Bilder, die sogar keinem Schema entsprechen, wirken wie verfremdete amerikanische Kinderbücher.
Dazu gibt es Werke von Jochen Winzer (der Rezensent unterlässt einen Kommentar) und geschlechtsspezifische Zeichnungen von Hagen Klennert, die eine angenehm abgedrehte Mischung aus Dada und stilistischen Anleihen der DDRresistenten Kunstproduktion der Achtziger sind.

Quelle: Götz Müller-Zimmermann, Berliner Stadtzeitung Scheinschlag, 7. Jahrgang, Nr. 22/97
 
 
 
 
 
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